ÜBERBLICK

... über GRUNDLEGENDE FUNKTIONEN

der AUGEN-OBERFLÄCHE

... und ihre

STÖRUNGEN beim TROCKENEN AUGE

... sowie

die Interaktion mit KONTAKTLINSEN

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Bitte wählen Sie ein Thema Ihres Interesses

-  oder folgen Sie einfach der Darstellung auf dieser Seite  ... was vielleicht am informativsten ist

 

FEUCHTIGKEIT kommt von den Tränen und wird produziert von den Augen-Drüsen -  aber sie muss verteilt werden zum Tränen FILM durch die Blinzelbewegung der Augen LIDER  ... um die Feuchtigkeit DAUERHAFT zu machen -  Immer und Überall !

Grundlegende FUNKTION

der Augenoberfläche


Die Augenoberfläche ist ein dauerhaft FEUCHTES GEWEBE

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Die AUGENOBERFLÄCHE ist ein dauerhaft feuchtes Gewebe an der Vorderseite des Augapfel


FUNKTIONS KOMPLEXE

Die Drüsen der Augenoberfläche für die Produktion von Wasser, Öl und Schleimstoffen/ Muzine, bilden zusammen die Tränen Flüssigkeit.
Tränen sind das Medium für die Feuchtigkeit an der Augenoberfläche.
Die Augen-Lider breiten die Tränen in der Lidspalte auf dem Auge zu dem äusserst wichtigen dünnen Tränen-FILM aus.
Der Tränen-Film sichert die Feuchtigkeit auf dem Auge auch bei geöffneten Lidern - und verbessert gleichzeitig die Lichtbrechung für eine optimale Sehschärfe.
Die gesunde. d.h. feuchte Augenoberfläche ist eine wichtige Voraussetzung für das Sehen - ohne sie sind alle späteren Schritte im Sehprozess bedeutungslos.    
 

Auslösende URSACHEN

... für das Trockene Auge

 

Das Trockene Auge hat viele Bezeichnungen

Die Bezeichnungen für das TROCKENE AUGE sind vielfältig: Es wird medizinisch auch als ´Keratokonjunktivitis Sicca´ (KCS) bezeichnet - also ´Trockene Entzündung der Hornhaut und Bindehaut´ oder einfach als ´Sicca-Syndrom´ (Trockenheits-Syndrom) - also als Komplex verschiedener Beschwerden durch Trockenheit der Augenoberfläche.  Umgangssprachlich sind auch Begriffe wie ´gereizte Augen´, ´müde Augen´ oder ´schwere Augenlider´ verbreitet.

Der Krankheitsmechanismus ist relativ einfach und daher ist diese Störung recht häufig - 

Das TROCKENE AUGE zeigt eine Störung  des Tränenfilms und des Gewebes

Das Trockene Auge hat beruht typischerweise auf 2 wichtigen Störungen:
  • Tränenfilm-Mangel/ Störung mit unzureichender Menge oder Qualität. des Tränenfilms. Typische Folgen sind ein instabiler Tränenfilm mit einer kurzen Stabilität, d.h. einer schnellen Tränenfilmaufbuchszeit, einer erhöhte Verdunstung des Tränenwassers und eines niedrigen Tränenmeniskus auf dem Auge 
  • Gewebeschädigung ist die andere wesentliche Störung beim Trockenen Auge Gewebeschädigung entsteht typischerweise als Folge des mangelnden Tränenfilms. Ein ungenügender Tränenfilm kann das Gewebe nicht mehr durch ständige Feuchtigkeit schützen. Typische Folge ist dann eine Beschädigung der empfindlichen Zelloberfläche durch Austrocknung.
    • Selten tritt eine Gewebeschädigung zuerst auf, wenn sie durch eine andere Grunderkrankung bedingt ist, wie z.B. einen starken Vitamin A Mangel in der Ernährung oder entzündliche lokale oder systemische Erkrankungen. In weniger entwickelten Regionen der Welt dagegen, können solche Erkrankungen häufiger auftreten. Dann kann ein Trockenes Auge häufiger durch eine primäre Schädigung des Gewebes auftreten, die erst danach zu Tränenfilmstörungen führt. 

Grundlegende KAUSALE FAKTOREN für ein Trockenes Auge sind ein Mangel der SEKRETION von Tränenflüssigkeit und ein Mangel der Tränen-FILM BILDUNG

Die grundlegenden Kausalen Faktoren für die Entstehung eines Trockenen Auges sind typischerweise solche, die zu einer Tränen-FILM Störung mit einem Mangel des Tränen-FILMS führen:

  • ein Mangel der Menge oder Qualität der Tränenflüssigkeit durch eine Funktionsstörung der Drüsen
    • und/ oder
  • eine Störung der Bildung eines gleichmässigen dünnen  FILM vor der Hornhaut aus der verfügbaren Tränenflüssigkeit, meist durch eine Störung der Augenlider, die beim Blinzeln die Tränen zum Tränenfilm ausbreiten

Wesentliche BEFUNDE und SYMPTOME

Wichtige KLINISCHE BEFUNDE beim Trocknen Auge

  • INSTABILITÄT des Tränen-FILM:

Ein nicht ausreichend stabiler Tränen-FILM in der geöffneten Lidspalte auf dem Auge ist ein wichtiges Kennzeichen aller Formen des Trockenen Auges und  sollte daher untersucht werden:
  • der normale Tränenfilm sollte für mindestens 10 Sekunden stabil sein bevor er irgendwo vor der Hornhaut aufbricht/ aufreisst.
  • dieser Wert wird als Tränenfilm-Aufbruchszeit (BUT) oder Tränenfilmaufreisszeit (TAZ) bezeichnet. 
    • Im Deutschen ist der Begriff Tränenfilmaufreisszeit (TAZ) gebräuchlicher, während der Begriff der Tränenfilmaufbruchszeit den Vorteil bietet, dass sie sich mit derselben klinischen Abkürzung (BUT)  bezeichnen lässt wie in der englischsprachigen Literatur.
  • Die Tränenfilmaufbruchszeit wird am schnellsten und einfachsten durch Anfärbung des sonst unsichtbaren Tränenfilms mit dem Vital-Farbstoff. Fluoreszein,
  • Ein mit Fluoreszein durchgeführter Test wird als FBUT bezeichnet. Die Einbringung von Farbstofflösung verändert den Tränenfilm zwar bereits in einem gewissen Ausmass ... aber wenn die Menge der Farbstofflösung minimiert wird und wenn der Test immer standardisiert genau gleich durchgeführt wird, führt der FBUT Test doch zu konsistenten und aussagekräftigen Ergebnissen. 
    • Der FBUT Test wird daher seit Jahrzehnten mit grossem Erfolg angewendet.
  • Inzwischen sind auch nicht-invasive Methoden (NIBUT) verfügbar, bei denen der Aufbruch des Tränenfilms durch Änderungen seiner Reflexion bestimmt wird.  Diese Methode ist prinzipiell etwas exakter aber sie erfordert einen erhöhten apparativen Aufwand. 

  • Vitale FÄRBUNG der Oberflächen Epithels :

VITALFÄRBUNG ist eine schnelle und einfache Methode um ein weiteres wichtiges klinisches Zeichen bei jedem Typ von Trockenem Auge nachzuweisen:  Störung, Beschädigung und Zerstörung der normalen Oberflächenzellen

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  • Wenn der Tränenfilm aufbricht
    • sind die Zellen des Oberflächen-Epithels der Luftatmosphäre ausgesetzt und beginnen sofort auszutrocknen
    • ist die "Schmierung"  (Lubrikation) vermindert zwischen der Oberfläche des Augapfels, einer möglichen Kontaktlinse, und den Augenlidern - dies führt zu erhöhter Reibung und mechanischer Reizung
    • entsteht eine lokal erhöhte Verdunstung mit Regionen von erhöhter Osmolarität (Hyper-Osmolarität)  im Tränenfilm und nachfolgender chemischer Reizung
    • Lufttrocknung, mechanische und chemische Reize führen zur Schädigung und Zerstörung der Zelloberfläche
    • die Zellschädigung  kann durch Farbstoffe nachgewiesen werden, die auf die lebende Augenoberfläche gegeben werden
      • diese Vital-Farbstoffe binden an geschädigte Zelloberflächen und führen zu kleinen Färbungspunkten, an der Hornhaut, klinisch auch als Keratitis punctata superficialis bezeichnet, 
      • Oberflächenschädigung mit entsprechender Vitalfärbung ist ein typisches Kennzeichen von Erkrankungen der Augenoberfläche jeder Art. Die Menge der Vitalfärbung zeigt den Schweregrad der Oberflächenstörung.  
        • eine Anfärbung im lateralen/temporalen Bereich, also dort wo die Ausführungsgänge der Tränendrüse münden und damit die beste Versorgung mit frischen Tränen sein sollte, gilt als spezifischer für ein Trockenes Auge als eine nasale Anfärbung.

Typische SYMPTOME 

Die Schädigungen beim Trockenen Auge führen zu einigen typischen SYMPTOMEN 

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Die Tränenfilmstörungen und Gewebeschäden der Augenoberfläche beim Trockenen Auge lösen die typischen subjektiven SYMPTOME des Patienten aus.
Typische Symptome des Trockenen Auges sind z.B.:  Augen-Reizung, Trockenheit, Sandkorngefühl  - oft beschrieben als ´schwere Augenlider´ oder ´müde Augen´ - weiterhin schwankende Sehschärfe und Verschwommen-Sehen sowie Augenreizungen und Schmerz. 
Anfangs kann auch durch Augenreizung der Tränenfluss zeitweise erhöht sein was zu Tränenträufeln und ´Feuchten Augen´ führt
Es ist typisch für das Trockene Auge, dass die subjektiven Symptome nicht immer exakt mit den klinischen Befunden übereinstimmen.
 
 

 


RISIKO FAKTOREN

... für das Trockene Auge

 

Eine Schwierigkeit des Trockenen Auges liegt darin, dass es durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst und beeinflusst werden kann

Das Auftreten und Fortschreiten des Trockenen Auges wird stark beeinflusst durch eine Vielzahl von Faktoren.  
  • Störungen der Regulatorischen Systeme des Körpers, wie Nervensystem, endokrines Hormonsystem und Immunsystem, sind von grosser Bedeutung. 
  • Weiterhin gibt es Risikofaktoren, die einen negativen Einfluss auf die Augenoberfläche haben und daher die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten und die Schwere der Erkrankung erhöhen können.

 

Verschiedene Medikamente können ein Trockenes Auge begünstigen

Ein oft unterschätzter Risikofaktor für das Trockene Auge sind, neben chronischen systemischen Erkrankungen selbst, auch verschiedene Medikamente gegen solche Erkrankungen.

Medikamente wirken fördernd für das Trockene Auge wenn sie das innere Milieu des Körpers so verändern, dass sie die Produktion von Bestandteilen der Tränen stören oder wenn sie die Augenoberfläche direkt negativ verändern, bzw. schädigen. 

Im aktuellen (2017) TFOS DEWS II Report wurde das Trockene Auge durch ´Ärztlicher Einfluss´ erstmals als eigene Schädigungsform benannt - ´Iatrogenes Trockenes Auge´.

Viele Klassen von Medikamenten sind seit längerem bekannt dafür, dass sie ein Trockene Auge, nachgewiesen oder vermutete,  befördern können. Dazu gehören z.B.  

  • Beta-Blocker gegen hohen Blutdruck
  • einige Anti-Cholinergika wie
    • Anti-Histaminika bei Allergien, 
    • versch. Antiarrhythmika bei Herzerkrankungen,
    • versch.  Bronchiodilatantien zur Erweiterung enger Lufwege, 
    • versch. Anti-Depressiva
    • einige Anti-Parkinson Medikamente,etc.
  • einige Schmerzmittel (Canabis, Opioide)

Eine direkte Schädigung der Augenoberfläche wird vor allem durch Konservierungsmittel ausgelöst, die sich immer noch in vielen Augentropfen befinden. Vor allem wenn die Augentropfen chronisch und häufig gegeben werden müssen, können Konservierungsmittel das Gewebe und damit die Anhaftung und Stabilität des Tränenfilms erheblich schädigen.

Allerdings hängt ein möglicher negativer Einfluss auf das Trockene Auge vom konkreten Präparat und von der Dosierung ab. Natürlich muss auch immer die notwendige erwünschte Wirkung gegen mögliche unerwünschte Wirkungen abgewogen werden, um die Gesundheit nicht zu gefährden. Von einem Arzt verordnete Medikamente dürfen niemals eigenmächtig abgesetzt werden ! 

 

Leider hat das Trockene Auge die Neigung, sich selbst zu verschlimmern ohne eine rechtzeitige und wirksame Therapie

Die beiden typischen Störungen beim Trockenen Auge
  • gestörter Tränen-FILM/ Tränen-FILM Mangel/

           und

  • GEWEBE-Schädigung/ Oberflächenschaden
Die komplexen krankhaften Veränderungen beim Trockenen Auge haben eine Neigung sich gegenseitig negativ zu beeinflussen und sich dadurch zu verstärken - was auch als selbstverstärkende Teufelskreise (vicious circles) bezeichnet wird.
Dies führt zu einem Fortschreiten der Erkrankungsschwere wenn keine rechtzeitige und wirksame Therapie durchgeführt wird.
 

Ein ´Trockenes´ Auge kann auch beim Gesunden einmal vorkommen - wenn es chronisch wird, kann es allerdings zu einer Erkrankung werden

Gelegentliche Trockenheit der Augen kann sicher häufig einmal auftreten -  auch beim Gesunden - und bessert sich meist schnell nach einigen kräftigen Lidschlägen und wenn Risikofaktoren gemieden werden.  Erst wenn dieser Zustand chronisch auftritt kann, sich ein gelegentliches "Trockenes"  Auge zu der "ERKRANKUNG des Trockenen Auges" entwickeln.

KONTAKTLINSEN

... und  die Augenoberfläche 

=>  ein gutes Team unter den richtigen Bedingungen

Kontaktlinsen sind ein fantastisches Optisches Hilfsmittel - mit Vor- und Nachteilen

 Schematische Zeichnung einer typischen mittelgrossen weichen Kontaktlinse auf dem Auge und teils hinter den Augenlidern. Diese Linsen werden auch korneo-sklerale Kontaktlinsen genannt, da sie über die Kornea hinaus auf die Sklera reichen. Dies ist der am weitesten verbreitete Typ von Kontaktlinsen. 

Schematische Zeichnung einer typischen mittelgrossen weichen Kontaktlinse auf dem Auge und teils hinter den Augenlidern. Diese Linsen werden auch korneo-sklerale Kontaktlinsen genannt, da sie über die Kornea hinaus auf die Sklera reichen. Dies ist der am weitesten verbreitete Typ von Kontaktlinsen. 

Kontaktlinsen sind ein fantastisches Optisches Hilfsmittel, das lange herbeigesehnt wurde von vielen Patienten mit Brechungsstörungen des Auges. 

Kontaktlinsen wurden in grösserem Massstab erst etwa Mitte des 20. Jahrhunderts verfügbar und haben seitdem eine enorme Weiterentwicklung und laufende Verbesserungen erlebt. 


 

Kontaktlinsen korrigieren die Lichtbrechung direkt auf  der Hornhaut ... mit klaren optischen Vorteilen

  Harte/ ´Formstabile´ Kontaktlinsen  sind typischerweise kleiner und liegen nur auf der Hornhaut. Sie erfordern eine gewisse Eingewühnungszeit für den Träger und daher sind wie weniger weit verbreitet aber sie haben eine überlegene Qualität von Material und Optk. 

Harte/ ´Formstabile´ Kontaktlinsen sind typischerweise kleiner und liegen nur auf der Hornhaut. Sie erfordern eine gewisse Eingewühnungszeit für den Träger und daher sind wie weniger weit verbreitet aber sie haben eine überlegene Qualität von Material und Optk. 

Kontaktlinsen können Brechungsfehler direkt auf der Hornhaut korrigieren und daher haben sie einige optische Vorteile im Vergleich zu Brillen.

Kontaktlinsen erlauben eine grössere "Freiheit" für den Träger bei einer Vielzahl von sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten. 

Es gibt verschiedene grundlegende Typen von Kontaktlinsen, Weiche Hydrogel Kontaktlinsen sind der am weitesten verbreitete Typ

Weiche Linsen können typischerweise ohne wesentliche Irritation des Auges getragen werden und erfordern daher meist keine ausgesprochene Eingewöhnungszeit.  

Dies mag der Grund sein, dass die meisten Kontaktlinsen von diesem "weichen" Typ sind und dass sie nicht aus medizinischen Gründen sondern eher aus ästhetischen/ kosmetischen Gründen getragen werden. 

 


Kontaktlinsen schwimmen im Tränenfilm und haben Einfluss auf seine Stabilität und die Verdunstungsrate der Tränen

 

 Bewegung einer weichen Kontaktlinse auf der Oberfläche des Augabpels und  hinter den Augenlider. Die Kontaktlinse bewegt sich bei jeder Blickbewegung des Auges und auch bei den häufigen Lidschlägen. Das Ausmass der mechanischen Reibung an der Augenoberfläche ist bei Kintaklinsenträagen tyischerweise erhäht, sellbt wenn der Ttränenfilm ausreichend ist. 

Bewegung einer weichen Kontaktlinse auf der Oberfläche des Augabpels und  hinter den Augenlider. Die Kontaktlinse bewegt sich bei jeder Blickbewegung des Auges und auch bei den häufigen Lidschlägen. Das Ausmass der mechanischen Reibung an der Augenoberfläche ist bei Kintaklinsenträagen tyischerweise erhäht, sellbt wenn der Ttränenfilm ausreichend ist. 

Die Tatsache, dass Kontaktlinsen sich in der "Mitte" der Augenoberfläche befinden hat Vor- und  Nachteile

Sie haben einige klare optische Vorteile ...

... aber Kontaklinsen sind doch trotzdem immer ein "Fremdkörper" für die  Augenoberfläche und den Tränenfilm. 

Auch wenn Kontaktlinsen, typischerweise im Tränenfilm schwimmen, so ist es doch unvermeidlich, dass sie in mechanischem Kontakt mit dem Gewebe der Augenoberfläche sind.  

Eine typische Nebenwirkung von Kontaktlinsen ist daher eine erhöhte Reibung an der Augenoberfläche, 


Kontaktlinsen können negativen Einfluss auf die Feinstruktur der Augenoberfläche haben

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Obwohl die üblichen Anpassungen-Prinzipien typischerweise anstreben, einen zu starken mechanischen Kontakt mit der Augenoberfläche zu vermeiden, so sind Kontaktlinsen doch unvermeidlich in Kontakt mit der Augenoberfläche, genau wie ihr Name dies bereits nahelegt. 

Kontaktlinsen können daher mechanischen, physiko-chemischen und chemischen Einfluss in unterschiedlichem Ausmass auf die Augenoberfläche haben.

Dies betrifft vor allem die Interaktion der Kontaktlinse mit der sehr empfindlichen zentralen Hornhaut und der ähnlich empfindlichen hinteren Lidkante. 

Die Bindehaut auf dem Augapfel und an der Rückseite der Augenlider ist weniger empfindlich aber sie ist ebenso in Berührung mit der Kontaktlinse und daher auch einem möglichen negativen Einfluss ausgesetzt.  

Es wurde gezeigt, dass sich die Bindehaut/ Konjunktiva des Augapfels beim Kontaktlinsentragen verändert. Dies geschieht in dem Bereich, in dem der Rand der Kontaktlinse aufliegt und bei jeder Augenbewegung reibt. Der Epitheltyp ändert sich, was als Plattenepithelmetaplasie bezeichnet wird, und die Schleimzellen, die für eine Befeuchtung der Oberfläche sorgen, vermindern sich. Hierdurch wird die wichtige Benetzung der Augenoberfläche gestört und die Entstehung oder die Verschlimmerung eines Trockenen Auges gefördert. 


Die Anpassung einer Kontaktlinse bestimmt ihren Einfluss auf die Augenoberfläche:

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  • Bei einer flachen Anpassung liegt die Kontaktlinse vor allem auf der Mitte der Hornhaut.
  • Bei einer steilen Anpassung reibt der Rand der Kontaktlinse vor allem auf der Bindehaut des Augapfels.
  • Bei jeder Art von Anpassung ist ein Reiben des Kontaktlinsenrandes an der hinteren Lidkante unvermeidlich durch die Bewegung des Oberlides beim häufigen Lidschlag.

SPEZIAL-Kontaktlinsen können als medizinisches Werkzeug dienen

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Abgesehen davon, dass Kontaktlinsen unerwünschte Nebenwirkungen auf die Augenoberfläche und den Tränenfilm haben können, so  können Kontaktlinsen auch 8in ausgewählten Fällen als medizinisches Werkzeug dienen.

Der einfachste Fall ist vielleicht, wenn eine weiche Kontaktlinse als klinische Verbandslinse genutzt wird um die Heilung der Oberfläche nach Operationen oder wiederkehrenden Verletzungen zu fördern. 

Es gibt verschiedene Typen von Spezial Kontaktlinsen, die unter bestimmten Bedingungen als medizinische Werkzeuge genutzt werden können bei Patienten, die unter regelmässiger medizinischer Beobachtung stehen. 

Dies gilt z.B. für ´Harte´/ formstabile Kontaktlinsen, die höhere Grade von Formveränderungen  der Hornhaut ausgleichen können, um die Sehschärfe zu verbessern. Dies betrifft z.B. starke Hornhautverkrümmungen/ Astigmatismus oder Hornhaut Deformierungen bei der Erkrankung des Keratokonus, die durch Brillengläser nicht ausreichend ausgeglichen werden können.

Harte Kontaktlinsen können bei der Anpassungstechnik der ´Orthokeratologie´ auch benutzt werden, um durch Kontaktlinsen Tragen über Nacht eine ausreichende Korrekturen der Hornhaut Form zu erzeugen, damit tagsüber keine Brille getragen werden muss. Natürlich erfordert dies regelmässige klinische Kontrollen des Auges und der Gesundheit der Hornhaut.


SKLERALE Kontaktlinsen

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Obwohl übliche, vor allem weiche, Kontaktlinsen  zu Veränderungen der Augenoberfläche und zu Symptomen eines Trockenen Auges führen können ...

... so können doch Spezialkontaktlinsen vom Typ der skleralen Kontaktlinsen als medizinisches Werkzeug zur Behandlung von Patienten mit einem schweren Trockenen Auge genutzt werden.

Sklerale Kontaktlinsen überspannen als durchsichtiger Schutz die empfindliche Hornhaut und speichern darunter in einer feuchten Kammer die wenige Tränenflüssigkeit, um die Augenoberfläche auch bei wenig Tränenflüssigkeit dauerhaft feucht zu halten. 

Dadurch können Sklerale Kontaktlinsen typischerweise die Heilung der Augenoberfläche fördern und eine ausreichende Sehschärfe herstellen.


HYGIENE ist immer noch ein ENTSCHEIDENDER FAKTOR beim Kontaktlinsen Tragen um Infektionen zu vermeiden

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Moderne Kontaktlinsentypen können durch technische Verbesserungen oft einige der möglichen negativen Nebenwirkungen auf die Augenoberfläche vermindern. Ein Aspekt, der immer noch extrem wichtig ist, besteht in der notwendigen HYGIENE.

Wenn grundlegende Regeln der Hygiene beim Kontaktlinsen Tragen nicht eingehalten werden, dann kann dies zu gefährlichen Infektionen des Auges führen, die die Sehkraft gefährden.

Selbst bei Anwendung modernster medizinischer Therapiemöglichkeiten kann eine schwere Kontaktlinsen-bedingte Hornhautinfektion letztlich  tragischerweise zu einem Verlust des Auges führen.

Bakterien werden typischerweise durch die Handhabung der Kontaktlinsen  eingebracht, entweder durch den Träger oder z.B. durch kontaminiertes Wasser. Bakterien vermehren sich in den Kontaktlinsenbehältern oder in schwer zu entfernenden Ablagerungen (Biofilm) auf den Kontaktlinsen selbst.

Die Entstehung von Infektionen wird weiter begünstigt durch ständige unvermeidliche Mikroverletzungen, die durch das Kontaktlinsen Tragen entstehen. Diese kleinen Verletzungen öffnen ein Eingangstor für die Mikroorganismen durch die sonst normalerweise praktisch undurchdringlich dichte Augenoberfläche. 

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Vor allem unerfahrene Kontaktlinsen Träger haben ein erhöhtes Risiko für Augen-Infektionen. Auch Menschen mit einer reduzierten Immunabwehr, wie dies zum Beispiel bei Kindern und bei älteren Menschen auftreten kann, sind  besonders gefährdet durch Augeninfektionen.

Die vermehrte Anwendung von Tagestragelinsen/ Einmallinsen, die nach dem Tragen entsorgt und am nächsten Tag durch eine neue steril verpackte Kontaktlinse ersetzt werden, kann einige hygienische Probleme vermeiden. Diese Kontaktlinsen müssen nicht mehr gereinigt und gelagert werden, was ein Bakterien Wachstum reduziert.